Konsolidierung der BALVI IP2 Fachanwendungen
Aufbau einer zentralen Produktiv- und Testumgebung
Ziel des Service
Der Service „Konsolidierung BALVI iP2“ verfolgt das übergeordnete Ziel, durch einen bundesweit einheitlichen, zentralen Produktiv- und Testbetrieb die Konsolidierung der Software BALVI iP2 zu unterstützen und eine standardisierte, skalierbare Grundlage für die Weiterentwicklung sowie einen stabilen Betrieb zu schaffen.
Er richtet sich an die beteiligten Akteure auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene, insbesondere an die für Einführung, Betrieb, Qualitätssicherung und Weiterentwicklung der Software BALVI iP2 zuständigen Fach- und IT-Stellen.
Das Problem besteht darin, dass neue Softwarefunktionen bislang nicht unter einheitlichen und reproduzierbaren Bedingungen genutzt und getestet werden können, was zu heterogenen Ergebnissen, erhöhtem Abstimmungsaufwand sowie Risiken für Stabilität und Zuverlässigkeit im produktiven Einsatz führt.
Der Service bildet den ersten Schritt zum Aufbau eines zentralen, bundesweit nutzbaren Testbetriebs zur frühzeitigen Erprobung neuer Funktionalitäten und Sicherstellung der Softwarequalität.
Leistungsumfang
Der Service umfasst den Aufbau, Betrieb und die Weiterentwicklung einer zentralen Testumgebung für BALVI IP2.
Diese Testumgebung dient als sichere Umgebung, in der neue Softwarefunktionen getestet werden können, bevor sie in den produktiven Betrieb überführt werden.
Aufbau der zentralen Testumgebung
Im Jahr 2024 wurde der Auftrag zur Umsetzung einer zentralen Testumgebung im Rahmen einer LAV-Sondersitzung (25.04.2024) erteilt.
Darauf aufbauend wurde eine Projektplanung entwickelt, die zunächst die Machbarkeit einer zentralen Testumgebung untersucht hat. Gleichzeitig wurde Dataport als öffentlicher Rechenzentrumsdienstleister für die Bereitstellung der Infrastruktur ausgewählt.
Entwicklung der Testumgebung
Im ersten Halbjahr 2025 wurde die zentrale Testumgebung technisch bereitgestellt.
Dabei wurden erste Module der BALVI-IP2-Fachanwendungen integriert, darunter das Modul Lebensmittel, das im Mai 2025 in der Testumgebung zur Verfügung gestellt wurde.
Diese Umgebung ermöglicht es, neue Funktionen unter realistischen Bedingungen zu testen, ohne den laufenden Betrieb der Fachverfahren zu beeinträchtigen.
Weiterentwicklung und Abstimmung
Im zweiten Halbjahr 2025 wurde die Weiterentwicklung des zentralen Testbetriebs vorangetrieben.
Hierzu gehörten unter anderem:
- Umfragen zur Arbeitsfähigkeit der Testumgebung,
- Bereitstellung der Testumgebung für das Modul FM
- Analysen zu möglichen finanziellen Einsparungen durch eine Zentralisierung sowie
- Abstimmungen mit BALVI und Dataport zur zukünftigen IT-Architektur einer produktiven Umgebung.
Diese Maßnahmen unterstützen die strategische Weiterentwicklung des Testbetriebs.
Seit April 2026 wird darüber hinaus eine Machbarkeitsstudie zur Zentralisierung des Produktiv- und Testbetriebs durchgeführt, um die technische und organisatorische Umsetzbarkeit eines konsolidierten Betriebsmodells zu bewerten.
Netzwerkaufbau und Zusammenarbeit
Ein weiterer Bestandteil des Service ist der Aufbau eines Netzwerks aus:
- Vertreterinnen und Vertretern der Bundesländer
- Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner aus Kommunen
Durch diesen Austausch können Erfahrungen aus der Praxis frühzeitig in die Weiterentwicklung der Testumgebung einfließen.
Betrieb und Support
Der Betrieb der zentralen Testumgebung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem öffentlichen Rechenzentrumsdienstleister Dataport.
Der Service wird kontinuierlich weiterentwickelt und an neue Anforderungen angepasst.
Datenschutz und Informationssicherheit
Alle Services und Produkte der KKS erfüllen die geltenden Anforderungen an Datenschutz, Informationssicherheit und Compliance.
Dies umfasst insbesondere:
- Einhaltung der Datenschutzbestimmungen
- Umsetzung relevanter Sicherheitsstandards
- Schutz sensibler Daten und Informationen
- Regelmäßige Prüfungen und Qualitätssicherung
Nutzen und Mehrwert
Der zentrale Testbetrieb bietet mehrere Vorteile für Bund, Länder und Kommunen:
- Sichere und strukturierte Erprobung neuer Softwarefunktionen
- Frühzeitige Identifikation technischer Probleme
- Einheitliche Testverfahren auf bundesweiter Ebene
- Bessere Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen
- Effizientere Weiterentwicklung der BALVI-IP2 Fachanwendungen
- Grundlage für eine mögliche zukünftige Zentralisierung von IT-Strukturen
Verfügbarkeit
Verfügbar seit 2025
Der Testbetrieb ist verfügbar und wird kontinuierlich weiterentwickelt.
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